Konzeption der Evangelisch-lutherischen Gemeinde

1 „Diakonie ist Lebens- und Wesensäußerung der Kirche.“
1.1     Gründungsurkunde der Gemeinde
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1.2. Aus der Geschichte des Frankfurter Diakonissenhaus und seiner Gemeinde
Das Frankfurter Diakonissenhaus ist aus einer Initiative Frankfurter Gemeinden hervorge-gangen und hatte von Anfang an bis heute das Ziel, als diakonische Einrichtung mit verschiedenen Arbeitsbereichen und Ausbildungsstätten und durch Dienste in Gemeinden den diakonischen Auftrag der Kirche wahrzunehmen.
Initiator des 1861 gegründeten Diakonissenvereins zu Frankfurt am Main, 1. Vorsitzender und erster Hausgeistlicher war Pfr. Joh. Chr. Deichler, Peterskirche. Weitere Gründungsmitglieder, die sich auch als Vorstandsmitglieder des Vereins für Innere Mission Frankfurt engagierten, waren Pfr. Dr. Joh. Jak. Krebs, Dreikönigskirche, Pfr. Joh. Ludw. Schrader, deutsch-reformierte Gemeinde, Pfr. Dr. Jean L. Bonnet und Dr. jur. Ed. Souchay, sowie Amalie und Rosalie Gontard (französisch-reformierte Gemeinde), Christina Metzler (deutsch-reformierte Gemeinde) und Therese und Louise Lindheimer (lutherisch). Der Diakonissenverein erhielt 1866 vom Senat der Freien Stadt Frankfurt die Vereinsrechte. Verein und Vereinsvorstand waren identisch; neue Mitglieder wurden zugewählt auf Lebenszeit. Mit der Satzungsänderung 1970 wurde der Name geändert in „Frankfurter Diakonissenhaus“, die Mitglieder des Vereins sind die eingesegneten Diakonissen.
1861 begannen Diakonissen aus dem Diakonissenhaus in Karlsruhe, denen sich andere
Frauen anschlossen, den Dienst an kranken, alten und armen Menschen in Frankfurt a. M. Mit der Einführung der Oberin Marie Breitling am 8. Juni 1870 wurde die Diakonissengemeinschaft selbständig. Sie bezog 1874 an der Eschersheimer Landstraße 122 ein Mutterhaus mit Krankenhaus und Kapelle, in der öffentliche Gottesdienste und häusliche Andachten gehalten wurden, seit 1897 in der Diakonissenkirche.
1874 wurde Pfarrer/innen Carl Leydhecker als Vorsteher berufen. Durch ihn und Oberin Na-talie von Veltheim wurde das gottesdienstliche und das gemeinschaftliche Leben lutherisch geprägt, wobei die lutherische Reformbewegung (Pfr. Wilhelm Löhe, Neuendettelsau) starken Ein¬fluss hatte. Das zeigte sich u. a. in der Gründung einer Paramentenwerkstatt (1883–2003) und einer Hostienbäckerei (seit 1885).

Die Gemeinde
Unter dem Vorsteher Pfr. Otto Dettmering (1897-1912), später Generalsuperintendent in Kassel, wurde die Diakonissenanstalt zu Frankfurt a. M. mit dem 1.1.1911 zu einer landes-kirchlichen Anstaltsgemeinde erhoben, zu der die Diakonissen und die im Gelände wohnenden Mitarbeitende mit ihren Familien gehören (s. Gründungsurkunde). Seit 1916 besteht eine zweite Pfarrstelle, vor allem für die Seelsorge im Krankenhaus und im Altenheim und für den Unterricht in den Ausbildungsstätten. Beide Pfarrstellen wurden bis 1954 vom Diakonissenverein finanziert. 1954 hat die EKHN mit dem Frankfurter Diakonissenhaus einen Vertrag geschlossen, nach dem sie einen Zuschuss zur Besoldung der Pfarrer/innen in Höhe des Grundgehalts gab und die Altersversorgung übernahm.
Die Anstaltsgemeinde schloss sich dem Dekanat Dornbusch an. Die Pfarrer/innen und die entsandten Diakonissen hatten kein Stimmrecht in der Dekanatssynode, sie galten als Gäste. Die Anstaltsgemeinde gehört nicht zum Evangelischen Regionalverband Frankfurt.

In der NS-Zeit distanzierte sich das Frankfurter Diakonissenhaus von der Kirchenleitung der Deutschen Christen. Die beiden Diakonissenhauspfarrer Karl Chr. Hofmann und Karl Goebels und die Diakonissen schlossen sich der Bekennenden Kirche an, im Diakonissenhaus fanden Treffen der Bekennenden Kirche statt. Im Frankfurter Diakonissenhaus wurde der Arierparagraph nicht angewendet. Zwei Ärzte und ein Pfarrer, die nicht den Ariergesetzen entsprachen und deshalb ihren Beruf nicht ausüben durften, wurden beschäftigt, und einige junge Frauen, die keine Ausbildungsstätte besuchen konnten, weil sie nicht rein arisch
waren, wurden in der Krankenpflegeschule und im Kindergärtnerinnenseminar aufgenommen. Prof. Heinrich von Mettenheim, der wegen der Rassengesetze als Leiter der
UniversitätsKinderklinik und Professor der Universität entlassen wurde, blieb Mitglied des Vorstands. Die Forderung der Kirchenleitung, dass Mitglieder des Vorstands der NSDAP angehören sollten, wurde abgelehnt unter Verzicht auf Kirchenkollekten.
Nachdem im April 1945 die amerikanische Militärregierung das Gelände des Frankfurter Diakonissenhauses beschlagnahmt hatte, fanden die Diakonissen eine Unterkunft in der Villa Manskopf am Oberforsthaus in Frankfurt-Niederrad, wo sie unter beengten Verhältnissen wohnten und nach und nach ihre Arbeit an kranken und alten Menschen und an Kindern sowie die Ausbildung von Haushaltslehrlingen und Kindergärtnerinnen aufbauten. Dort kam im August 1945 der Reichsbruderrat der Bekennenden Kirche unter der Leitung von Landesbischof Dr. Wurm zusammen zur Vorbereitung der Kirchenkonferenz in Treysa, wo der Zusammenschluss der Landeskirchen als Evangelische Kirche in Deutschland EKD beschlossen wurde.
Nach der Freigabe des Geländes des Frankfurter Diakonissenhauses im Jahr 1955 wurde als Ersatz für die zerstörte Diakonissenkirche eine Werkstattbaracke des Militärs als Kapelle um¬gebaut. 1959 wurde die neue Diakonissenkirche eingeweiht; sie wurde 1988/89 umgestaltet.

2 Das Profil der Gemeinde
2.1 Dreiklang:  Diakonia, Koinonia, Leiturgia
Diese jeder christlichen Gemeinde und Gemeinschaft geschenkten Gaben und Aufgaben prägen das Frankfurter Diakonissenhaus als eine besonders dichte und lebendige Einheit. Das Leben der Anstaltsgemeinde ist untrennbar verbunden mit dem gesamten Leben des Frankfurter Diakonissenhauses. Die verschiedenen Menschen, die im Frankfurter Diakonissenhaus leben, arbeiten und lernen, sind eine Gemeinschaft von Alten und Jungen, Schwachen und Starken, Kranken und Gesunden, die einander dienen mit den Gaben, die sie von Gott empfangen haben. Leben, Gottesdienst feiern und die Arbeit für die Menschen in den diakonischen Einrichtungen bilden eine Einheit oder, mit einem musikalischen Bild gesprochen, einen Dreiklang.
Dieser Dreiklang drückt sich auch in der baulichen Struktur aus, in der die Kirche den Mittelpunkt des Geländes bildet, um das die diakonischen Einrichtungen (Krankenhaus, Altenheim, Kinderhaus) gruppiert sind und das auch das Mutterhaus der Schwestern mit einschließt. Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren wird zu einer Oase inmitten der Großstadt Frankfurt zu deren Innenstadtbereich das Frankfurter Diakonissenhaus gehört. Dieser Zusammenklang macht das Gelände des Frankfurter Diakonissenhauses zu einem geistlichen Zentrum in der Stadt Frankfurt.

2.2 Diakonia - Der diakonische Auftrag
Das Frankfurter Diakonissenhaus ist zwar als Verein alten Rechtes juristisch eine eigenständige Institution, aber nicht ein von der Kirche isoliertes Werk, sondern dient ihr in der Erfüllung ihres diakonischen und missionarischen Auftrags. Dazu betrieb und betreibt das Frankfurter Diakonissenhaus verschiedene Arbeitsbereiche: Altenpflegeheim, Kinder¬haus mit Kindergarten, Krabbelgruppen und Hort, Krankenhaus (seit 1998 Teil der Frankfurter DiakonieKliniken gGmbH, Teil der Agaplesion gAG), 1909-1981 ein Erziehungsheim für gefährdete Mäd¬chen, 1971 2002  ein Erholungs und Einkehrheim.
In den Ausbildungsstätten Krankenpflegeschule 1866-1999, Haushaltslehre 1928-1982, Fachschule für Sozialpädagogik mit Berufsfachschule 1882-2008 wurden junge Menschen für diakonische Berufe ausgebildet, von denen viele in Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen arbeiteten und arbeiten und sich ehrenamtlich im Gemeindeleben engagieren.
In vielen Gemeinden waren Diakonissen und Diakonische Schwestern in der Kranken- und Altenpflege, in Kindergärten und in der Jugend-, Frauen- und Altenarbeit tätig. Zeitweise haben bis zu 150 Schwestern ihren Dienst in Gemeinden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) getan. Sie haben dort nicht nur Menschen gepflegt und beim Sterben begleitet, sondern selbstverständlich das gottesdienstliche Leben der Gemeinden und die sonstigen Angebote mit gestaltet.
Infolge des Rückgangs der Zahl der Diakonissen und aus finanziellen und anderen Gründen mussten die meisten dieser Arbeitsgebiete aufgegeben werden. Mit vielen Gemeinden und Ehemaligen der Ausbildungsstätten bestehen weiterhin enge Kontakte, z. B. durch Einkehrtage, Freundeskreis und durch das Mutterhausblatt. Dadurch sind aus dem Frankfurter Diakonissenhaus viele Impulse für Gemeinden entstanden.
In den verbliebenen Arbeitsgebieten Kinderhaus, Altenpflegeheim, Hostienbäckerei, Gästearbeit und in den Zentralen Diensten arbeiten ca. 120 Mitarbeitende und viele ehrenamtliche Mitarbeitende, unterstützt von Diakonissen. Der Ambulante Dienst ist am 1.10.2010 an den Evangelischen Verein für Innere Mission, Frankfurt übergegangen, der auch zum 1.1.2011 die Betriebsführung des Altenpflegeheims übernimmt. Damit wurde die Verbundenheit aus der Gründerzeit wieder belebt. Die Zu¬sammenarbeit mit der Inneren Mission geschieht im gleichen Geist evangelischer Diakonie und gestaltet sich erfreulich.

2.3 Koinonia - Gemeinschaft leben
Die Diakonissen bilden die Kerngruppe; sie verstehen sich als Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft und als Trägerinnen des diakonischen Amtes der Kirche, zu dem sie eingesegnet sind. Sie leben in einer Wirtschaftsgemeinschaft, in der sie füreinander sorgen bis zum Tod. Sie haben nicht nur eine Fachausbildung, sondern auch eine theologische Bildung, die sie befähigt, in ihrem Arbeitsbereich und besonders im Gemeindedienst in Verkündigung, Katechese und Seelsorge tätig zu sein. Sie leben nach einer geistlichen Lebensordnung, zu der nicht nur das gottesdienstliche Leben gehört, sondern die die alltägliche Lebenskultur und das gegenseitige Verhältnis prägt. Das persönliche geistliche Leben wird ergänzt durch Bibelgruppen und Gebetsgemeinschaften und Einkehrtage.
Zur Diakonissengemeinschaft gehören z. Zt. 45 Diakonissen und 1 Novize.
Die Diakonischen Schwestern sind eine Gruppe von z .Zt. 10 Frauen, die im Frankfurter Diakonissenhaus und in Gemeinden beruflich und ehrenamtlich tätig waren bzw. sind. Sie pflegen untereinander geistliche Gemeinschaft (Bibelarbeit, Einkehrtage u. a.) und unterstützen die Diakonissengemeinschaft.
Die Mitarbeitenden bildet eine Dienstgemeinschaft, zu der Frauen und Männer unterschiedlicher Nationalität und Religionszugehörigkeit gehören. Sie sind zwar – bis auf einige, die im Gelände wohnen, - nicht Mitglieder der Anstaltsgemeinde, nehmen aber an besonderen Gottesdiensten teil. Für einige von ihnen ist das Frankfurter Diakonissenhaus nicht nur der Arbeitsplatz, in dem sie sich beruflich und persönlich einbringen, sondern auch geistliche Heimat, in der für sie gebetet wird.
Eine große Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeitender (z.B. Evangelische Kranken- und Alten-heimhilfe) kümmert sich besonders um alleinstehende Bewohner des Altenpflegeheims und trägt zum kulturellen gemeinschaftlichen Leben bei. Einige sind im Diakonissenkrankenhaus tätig.
Im Altenpflegeheim Nellinistift wird das gemeinschaftliche Leben der Bewohner/innen in übersichtlichen Wohngruppen und durch vielerlei Gemeinschaftsveranstaltungen gepflegt. Zu den Angeboten gehören Bibelgespräche, Singen und Musizieren und kreative Tätigkeiten sowie Vorträge und Veranstaltungen im Diakonischen Begegnungszentrum des Frankfurter Diakonissenhauses
Im Kinderhaus wird besonders viel Wert gelegt auf die religionspädagogische Arbeit und auf die Bildung sozialer Kompetenzen. Dazu tragen Begegnungen mit Schwestern, Mitarbeitenden und Besucher/innen bei, besonders auch Besuche bei alten Menschen im Altenpflegeheim, z. B. bei runden Geburtstagen. So wachsen sie in einem Umfeld mit mehreren Generationen auf.
Frauen im Alter von 25 bis 50 Jahren sind eingeladen, in dem Projekt „Beten und arbeiten in der Großstadt“ das Leben der unterschiedlichen Gemeinschaften und diakonische Aufgaben kennenzulernen und evtl. auch eine neue Orientierung für ihr Leben zu finden.
Gruppen und Gäste kehren im Mutterhaus ein, das Gästezimmer sowie Räume für Tagungen anbietet.
Ein großer Freundeskreis (ca. 300 eingetragene Mitglieder) ist mit den Diakonissen verbunden und unterstützt das Frankfurter Diakonissenhaus mit Teilnahme, Fürbitte und Spenden. Zu ihnen gehören im weiteren Sinn ca. 1.000 Ehemalige der Ausbildungsstätten; mit ihnen und vielen anderen Freund/innen sowie mit Gemeinden, in denen Diakonissen tätig waren, wird Kontakt gepflegt durch das Mutterhausblatt (Auflage 6.600).
Geplant ist die Gründung eines weiteren Kreises,  für den Menschen zwischen 25 und 50 Jahren gezielt gewonnen werden sollen.
So gibt es um die Kerngruppe der Diakonissen herum ein vielfältiges gemeinschaftliche Leben von unterschiedlichen Gruppen, die sich mehr oder weniger eng und verbindlich zum Frankfurter Diakonissenhaus halten.
Das Frankfurter Diakonissenhaus ist mit anderen Diakonischen Gemeinschaften vernetzt im Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissenhäuser, in der internationalen Kaiserswerther Generalkonferenz und im DIAKONIA-Weltbund und hat dadurch viele Kontakte mit Christ/innen anderer Länder und Kirchen, die im diakonischen Dienst stehen.
Wie der Name „Anstaltsgemeinde“ schon sagt, steht die Gemeinde in enger Beziehung und im Kontext der „Anstalt“ Diakonissenhaus. Ihre Aktivitäten sind daher mitunter kaum zu trennen von den anderen Aufgaben und Aktivitäten des Diakonissenhauses. Diese Verbindung ist in jedem Falle so gewollt, damit Gottesdienst, Arbeiten und Leben ein Dreiklang bleiben können.

2.4 Leiturgia - Gottesdienst feiern
„Diakonie geht vom Altar aus“ (Wilhelm Löhe) und führt zum Altar zurück. Der Gottesdienst ist der Quellort gemeinschaftlichen diakonischen Lebens und Handelns. Als Anstaltsgemeinde führt das Frankfurter Diakonissenhaus ein öffentliches vielfältiges gottesdienstliches Leben. Die Kirche ist täglich offen und wird nicht nur von Gemeindegliedern, sondern auch von Patient/innen und Besucher/innen als Ort des Gebets aufgesucht. Sie ist ebenerdig zugänglich und kann von gehbehinderten Menschen besucht werden. Im Festsaal und im Andachtsraum im Mutterhaus, deren Zwischentür für große Versammlungen geöffnet werden kann, finden öffentliche Veranstaltungen der Gemeinde statt.
In der Kirche werden täglich Gottesdienste gefeiert:
Die Tagzeitengebete, Morgenandacht und Nachtgebet (Komplet) finden in der Kirche statt, das Mittagslob im Andachtsraum des Mutterhauses, sie werden zum größten Teil von Diakonissen gehalten. An kaum einem anderen evangelischen Ort in Frankfurt wird mit so steter regelmäßig gebetet, Gottesdienst und Abendmahl gefeiert wie in der Kirche des Diakonissenhauses.

Durch die Übertragungsanlage können Bewohner/innen, Schwestern im Mutterhaus und Patient/innen des Krankenhauses die Gottesdienste und Veranstaltungen am Fernseher miterleben. An den Sonntags- und Festgottesdiensten nehmen Bewohner/innen teil. Für die Bewohner/innen des Altenpflegeheims findet einmal monatlich ein Abendmahlsgottesdienst in der Kirche statt. Zweimal im Monat feiert ein katholischer Priester mit katholischen Bewohnern/innen im Altenpflegeheim die Eucharistie, wobei er von einer Diakonisse und zwei Dominikanerinnen unterstützt wird. Ökumenische Gastfreundschaft wird in den Gottesdiensten selbstverständlich geübt. Verstorbene Bewohner/innen werden mit einer Aussegnungsfeier verabschiedet. Trauergottesdienste für Bewohner/innen können in der Kirche stattfinden und werden von den Pfarrer/innen der Anstaltsgemeinde gehalten. Das Diakonissenhaus stellt auch Räume für ein anschließendes Zusammensein der Trauergemeinde zur Verfügung, ebenso für Familienfeiern mit Bewohner/innen.
Für die Kinder des Kinderhauses ist die Diakonissenkirche „ihre“ Kirche, die sie aus verschiedenen Anlässen besuchen. Sie und die Erzieherinnen feiern mit ihren Eltern in der Kirche Gottesdienste zu den Festen des Kirchenjahrs, zur Verabschiedung aus dem Kindergarten und dem Hort u.a.
Das Frankfurter Diakonissenhaus und seine Anstaltsgemeinde sind ein Geistliches Zentrum in der Stadt Frankfurt, das viele Menschen anzieht und das weit über seine Grenzen hinaus segensreich wirkt.

2.5 Evangelium und Musik
Das biblische Wort Alten und Neuen Testaments hat die deutliche Tendenz zu Poesie, Ge¬sang und Musik. Diese sind hier nicht schmückendes Beiwerk für eine Lehre. Sie sind als Psalm, Canticum, Hymnus, Spruchweisheit etc. notwendige Gestalt des WORTES: Singen – als Einheit von Wort und Musik -  ist einerseits ein Sagen, in dem Sprache zugleich über¬schritten wird und in dem auch ein Jenseits von Worten wirkmächtig wird. Andererseits ermöglicht gemeinsames Singen die Erfahrung gemeinsamer Worte.
Für Martin Luther war aus theologischem Grund (nicht zuletzt auch aufgrund seiner intensiven Beschäftigung mit den Psalmen und seiner befreienden Entdeckung des Evangeliums) das Singen notwendige Äußerung des Glaubens, Ausdruck des gemeinsamen Priestertums aller Glaubenden und Kennzeichen der Kirche aller Zeiten. Wortverkündigung und Feier des Heiligen Abendmahls gaben für ihn dem Gottesdienst insgesamt einen eucharistischen – danksagenden – Horizont. So galt für ihn: „So sie's nicht singen, so glauben sie's nicht“.
Die Gemeinde des Frankfurter Diakonissenhauses versteht sich in diesem Sinn als lutherische Gemeinde: In jeder Woche, jeweils im Wechsel zwischen Wochenschlussgottesdienst am Samstagabend und dem Gottesdienst am Sonntag, feiert sie das Heilige Abendmahl. Die gottesdienstliche Musik in ihrer Vielfalt hat hier einen hohen Stellenwert. Deswegen gibt es auch eine kontinuierliche Zusammenarbeit von Pfarrer/in und Kirchenmusiker/in in der Vorbereitung der Gottesdienste.
Psalm und Lied, Singspruch oder Taizé-Gesang begleiten aber auch das gemeinsame Leben und den Alltag. Sie klingen nicht nur in den täglichen Andachten, sondern auch bei Fest und Feier, und sie sind präsent im Einzelleben, manchmal auch als stille Begleiter oder  als gegen¬seitige Ermutigung in schwierigen Situationen
2.6 Veränderung der äußeren Bedingungen
Die Anstaltsgemeinde des Frankfurter Diakonissenhauses wird nach 100jähriger Tradition mit der Gemeindeordnung klarer geordnet. Für die Diakonissen war die Unterhaltung der Anstaltsgemeinde in den vergangenen 100 Jahren ein Herzensanliegen. Auch wenn die Gemeinde bereits seit 1911 den offiziellen Status einer landeskirchlichen Gemeinde gemäß Kirchengemeindeordnung der EKHN hatte, haben sie es für selbstverständlich erachtet, die finanzielle Ausstattung der Gemeinde mit ihrem Einkommen selbst zu erbringen. Daher sind neben den Personalkosten für die Pfarrstellen keine weiteren Kosten von der Landeskirche übernommen worden. Nachdem nun in den vergangenen Jahren noch eine große Zahl von Diakonissen in den Ruhestand getreten ist, ist dies heute nicht mehr so selbstverständlich möglich, weshalb die Anstaltsgemeinde nun von ihrem Recht auf Zuweisung Gebrauch machen muss.
Daneben ist in demographischer Hinsicht die Neuausrichtung der Gemeinde notwendig, damit die Last der Aktivitäten zukünftig auf Jüngere übertragen werden kann und die Gemeinde auch in Zukunft Bestand hat. Die diesbezüglichen Visionen werden weiter unten erörtert.
Auch die Veränderungen bei den diakonischen Einrichtungen machen eine Neuausrichtung notwendig, da die Gemeinde zukünftig die Klienten und Mitarbeitende anderer Träger verstärkt im Blick haben wird und hier mehr Kontakt und Verknüpfungsarbeit für Seelsorge und gottesdienstliches Leben notwendig werden.

3 Das Leben der Gemeinde jetzt und in Zukunft
Die Gemeinde des Diakonissenhauses in Frankfurt stellt ein geistliches Kraftzentrum für Kirche und Diakonie dar. Wie sie sich schon jetzt konkret gestaltet, soll im Folgenden kurz umrissen werden. Die Visionen für die Zukunft schließen sich an.

3.1 Gottesdienstlicher und kirchenmusikalischer Schwerpunkt
Das gottesdienstliche Leben äußert sich in verschiedenen Formen. Neben dem Sonntagsgottesdienst und dem Wochenschlussgottesdienst gibt es Tagzeitenandachten (liturgisch gebundene Form, Offene Form, Taizé, Iona), Advents- und Passionsandachten, Pfingstbetstunden und öffentliche Gebetswachen.
Die Fürbitte für Menschen in Not, für verfolgte Christen, für Kirche, Staat und Gesellschaft, für Frieden und Bewahrung der Schöpfung üben die Diakonissen als ihren besonderen Auftrag. Einmal in der Woche kommen die Schwestern in Gruppen zur Gebetsgemeinschaft zusammen, einmal im Monat findet nachmittags eine öffentliche Gebetswache mit speziellen Gebetsanliegen statt. Entsprechend der Tradition der Diakonissenhäuser Kaiserswerther Prägung beten die Diakonissen in der Monatsgebetstunde, die auf Theodor Fliedner zurückgeht, für die Menschen in ihren Arbeitsbereichen, für Kirche, Staat und Ge¬sellschaft, für verfolgte Christen und Notleidende in der Welt.
Ein wichtiger gottesdienstlicher Akt ist für das Diakonissenhaus das Einsammeln der Kollekte und das über Sie gesprochene Gebet. An jedem Sonntag wird am Ausgang eine Sammlung für die Leipziger Mission durchgeführt, der das Frankfurter Diakonissenhaus seit vielen Jahren verbunden ist.
Auch für die Einrichtungen des Diakonissenhauses werden auf die jeweiligen Besucherkreise abgestimmte Gottesdienste gefeiert.

Musik durchzieht alle Bereiche des Gemeindelebens.
Ein Schwerpunkt der musikalischen Arbeit liegt auf der Förderung lebendigen Singens in den Gottesdiensten, aber auch im Alltag der Gemeinde.
Spezifisch für die Gottesdienste im Diakonissenhaus ist das Singen der Wochenpsalmen – mit dem Wochenspruch als Antiphon – und der Cantica nach der Weise der neuen deutschen Gregorianik, im Wechsel zwischen Kantorin, Schwesternchor und Gemeinde.
Ein besonderes Anliegen ist die kontinuierliche Pflege des Gemeindegesangs: die lebendige und variantenreiche Gestaltung der liturgischen Gesänge im Wechsel zwischen Chor und Gemeinde und die Vermittlung und Erschließung alter und neuer Lieder (Offenes Singen) und deren Verwendung im Gottesdienst. Die Erfahrung zeigt, dass auch Gäste, die zum ersten Mal am Sonntagsgottesdienst teilnehmen, sich gut darin zurechtfinden, sich an der reichen Form freuen und sie als hilfreich erfahren.

Die Chorarbeit hat verschiedene Formen:
-    Der Schwesternchor singt jeden Sonntag im Gottesdienst.
-    Zu besonderen gottesdienstlichen Anlässen (mehrmals im Jahr) wird der Schwesternchor durch Freunde und Mitarbeitende des Diakonissenhauses zu einem Projektchor erweitert.
-    Öffentlich ausgeschriebene Singtage (z.B. in der Osterzeit) geben auch auswärtigen Gästen die Möglichkeit zu mehrtägiger intensiver musikalischer Arbeit im diakonischen Umfeld.
Auch die Instrumentalmusik hat ihren festen Platz im Gemeindeleben:
Die Orgelmusik ist in erster Linie gottesdienstliches Orgelspiel (Begleitung des Gemeindegesangs, freie Orgelmusik).
Es gibt einen Flötenkreis, dem auch Auswärtige angehören und der regelmäßig im Gottesdienst, aber auch zu anderen Gelegenheiten musiziert.
Für besondere Projekte können unterschiedlich besetzte Instrumentalgruppen zusammengestellt werden.

Ein Feld mit vielfältigen Möglichkeiten ist das Singen und Musizieren im Nellinistift, im Kinderhaus und im Diakonissenkrankenhaus.

Die besondere Situation im Frankfurter Diakonissenhaus mit seinen musikalischen Schwerpunkten soll in Zukunft auch für Interessierte aus der EKHN nutzbar gemacht werden, ggf. in Kooperation mit anderen Veranstaltern, z.B. Einführung in den Umgang mit Liturgie und Gesangbuch für Prädikanten; liturgisches Singen, Psalmengesang, Kennenlernen alter und neuer Lieder für Studierende der Theologie; Singen und Musik in der Seelsorge; Singen mit Eltern und Kindern; Singen und Musizieren mit Senioren.


3.2 Thematisches Forum
Diakonissen haben für die Entwicklung der Diakonie in der Evangelischen Kirche seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle gespielt. Frauen waren bereit, sich für Menschen, die Hilfe brauchen, mit Ihrem ganzen Leben einzusetzen und zu verpflichten. Sie haben dabei stets aktiv ihren Glauben mit eingebracht und neben der sozialen Arbeit auch die theologische Fortbildung gepflegt.
Deshalb ist es im Frankfurter Diakonissenhaus üblich, dass die Diakonissen sich in verschiedener Hinsicht einmal pro Woche fortbilden. Früher hieß diese Stunde am Donnerstagnachmittag „Diakonissenstunde“. Schon seit längerem sind diese sogenannten Donnerstagsvorträge für NichtDiakonissen offen und ein wesentlicher Programmpunkt des Diakonischen Begegnungszentrums.
Seit Mitte 2010 wird versucht, dieses Angebot als Bildungsangebot über das Frankfurter Diakonissenhaus bekannt zu machen und es dabei thematisch zu profilieren.
Dabei haben wir die folgenden thematischen Bereiche gebildet, die zeitlich unterschiedlich strukturiert sind, damit die erwünschten Zielgruppen daran teilnehmen können.

3.2.1 Diakonissenhausforum
Das Diakonissenhausforum findet am Dienstagabend in der ersten Woche des Monats statt, hier werden aktuelle diakonische und sozialpolitische Themen und Projekte vorgestellt und besprochen. Der öffentliche Diskurs über diese Themen gehört zu den elementaren Aufgaben der Diakonie.

3.2.2 Theologischer Impuls
Diakonisches Tun erwächst aus dem christlichen Glauben. Gebet, Bibel lesen und theologische Weiterbildung gehören für Diakonissen schon immer dazu. Daher bieten wir einmal im Monat einen theologischen Vortrag an, der die aktuelle Entwicklung auf einzelnen Gebieten der theologischen Wissenschaft vergegenwärtigen soll. Zu den Vorträgen sind alle Interessierten eingeladen.
Es bietet sich an durch die Auswahl der Referent/innen die Kontakte zur nahe gelegenen Theologischen Fakultät der Universität und zur Pfarrer/innenschaft der EKHN zu pflegen.

3.2.3 Kulturelles Angebot
An den übrigen Donnerstagen finden nachmittags kulturelle Angebote für ältere Menschen statt, an denen die Diakonissen, aber auch Bewohner/innen des Altenheimes und ältere Menschen der Nachbarschaft teilnehmen.

3.3 Seelsorge
Zur Aufgabe einer Gemeinde und insbesondere ihrer Pfarrer/innen gehört selbstverständlich auch die seelsorgerliche Betreuung ihrer Gemeindeglieder.

3.3.1 Kasualien
Schon die Gründungsurkunde gesteht der Anstaltsgemeinde dabei eine eigene Kasualpraxis zu. Die Pfarrer/innen sind berechtigt, alle Amtshandlungen vorzunehmen, und müssen nach Gründungsurkunde dabei das Dimissioralrecht nicht beachten.

3.3.2 Mutterhaus
So sind die Pfarrer/innen in seelsorgerlicher Hinsicht Ansprechpartner/innen für die Diakonissen, die zum Frankfurter Diakonissenhaus gehören. Sie werden eingeladen, bei Bibelarbeiten oder einzelnen Themen am Diakonissenabend und Diakonissenkonvent teilzunehmen und die Diakonissen in seelsorgerlicher und theologischer Hinsicht zu begleiten.

3.3.3 Altenheimseelsorge
Die Bewohner/innen des Altenheims sind mit der neuen Gemeindeordnung Gemeindeglieder der Anstaltsgemeinde. Die Pfarrer/innen des Diakonissenhauses werden von den Bewohnern persönlich zu Gesprächen angefragt, sie gestalten mit den Schwestern Aussegnungen für verstorbene Bewohner/innen, einmal monatlich wird ein Abendmahlsgottesdienst für Bewohner/innen gehalten und nach Bedarf Krankenabendmahl gespendet.
Es gehört zum besonderen Profil dieses Altenheimes, dass Menschen auf die Nähe eines Seelsorgers und der Kirche trauen und die Angebote der Gemeinde aktiv wahrnehmen.

3.3.4 Kinderhaus
Das Kinderhaus des Frankfurter Diakonissenhauses ist kein Gemeindekindergarten im üblichen Sinne (Kinder und Eltern sind nicht Gemeindeglieder), dennoch fallen in der Begleitung des Kinderhauses der Anstaltsgemeinde ähnliche Aufgaben zu. Die Kirche ist ein Ort, in den die Kinder des Kinderhauses zu bestimmten Anlässen zu Andacht und Gebet kommen. Es finden auch Familiengottesdienste statt. Die seelsorgerliche und fachlichtheologische Begleitung des Kinderhausteams gehört zu den Aufgabengebieten der Pfarrer/innen.

3.4 Weitere Gemeindeaktivitäten
Über die  genannten Aktivitäten hinaus sollen noch zwei weitere Aktivitäten der Gemeinde benannt werden:
1. Alle 14 Tage findet am Samstagnachmittag ein Waffelcafé als niedrigschwelliges Angebot für Bewohner und Nachbarn statt, das von vielen Menschen gerne wahrgenommen wird. Begegnungen sind uns dabei wichtig.
2. Es gibt vielfältige ökumenische Kontakte vor Ort, aber auch die persönlichen Kontakte in die weltweite Ökumene werden gepflegt. Jährlich findet das Missionsfest in der Epiphaniaszeit statt, bei dem die Leipziger Mission jeweils ihre Projekte vorstellt.

4 Vision
4.1 Wie wir die Zukunft sehen
Mit der Besetzung der Pfarrstelle II (halbe Stelle) wird der Projektauftrag verbunden sein, das Frankfurter Diakonissenhaus als geistliches Zentrum in der Stadt sichtbar zu machen und zukunftsfähig weiter zu entwickeln. Auch die Diakonissen im „Feierabend“ können dabei ihren aktiven Beitrag leisten. Es wird zugleich darauf ankommen, jüngere Menschen für den Freundeskreis und die Diakonischen Gemeinschaft zu gewinnen und so Möglichkeiten zu schaffen, die guten und lebendigen Traditionen in die Zukunft zu tragen. Menschen können das Frankfurter Diakonissenhaus als eine Art „evangelisches Kloster“ inmitten der Großstadt als geistliche Oase wahrnehmen. Das Angebot soll sich dabei verstärkt an Mitarbeitende diakonischer Einrichtungen auch anderer Träger richten, die gerade für ihren anspruchsvollen und mitunter aufzehrenden Berufsalltag besonders der Zurüstung bedürfen, um gestärkt an ihre Arbeit zu gehen. Dabei sollte aufgrund der Personalstruktur in der Diakonie auch über interkulturelle Gespräche und evtl. sogar interkulturelle geistliche Angebote nachgedacht werden. Zum evangelischen Profil der Diakonie gehört ein um¬fassendes Bildungsangebot für die Mitarbeitenden. Diese können und sollen auch im Rahmen von Bildungsangeboten an geistliche Themen herangeführt werden. Auch wenn das für diakonische Träger keine Fortbildungspflicht darstellt, muss deutlich gemacht werden, dass es das Profil der Diakonie im Allgemeinen stärkt, wenn Mitarbeitende ihre geistlichen Wurzeln entdecken. Ebenso dient es der Professionalisierung und Motivation, ja sogar der Gesundheit der Mitarbeitenden, wenn sie an derartigen Fortbildungen teilnehmen.
Das Diakonissenhaus ist geistlicher Ort und als solcher ein Ort der Herzensbildung. Es stärkt die Verbindung von Kirche und Diakonie.
Es soll ein Ort sein, an dem es ein regelmäßiges Forum gleichermaßen für diakonische wie theologische Fragen gibt.
Es gehört dazu, dass diese Arbeit mitten im Leben eines diakonischen Werkes steht, sodass am Gemeindeleben auch Patient/innen des Krankenhauses, Bewohner/innen des Altenheimes und die Kinder des Kinderhauses Anteil nehmen. Dies kann in Zukunft auch wieder auf andere diakonische Einrichtungen (beispielsweise im Rahmen  der Kooperation mit der Inneren Mission) ausgedehnt werden.
So wird es in Zukunft dazu gehören, ehrenamtliche Mitarbeitende die in den benachbarten diakonischen Einrichtungen ihren Dienst tun (Grüne Damen und Herren) in enger Kooperation mit den Trägern der Einrichtungen zu begleiten und für ihre Arbeit weiterzubilden.
Um diese Ziele und diese Entwicklung zu ermöglichen, wird es zunächst um die Erhaltung des ansprechenden Kirchengebäudes gehen (welches im Besitz des Vereins ist), zumal hier akuter Sanierungsbedarf besteht.

4.2 Zukünftige Herausforderungen
4.2.1 Finanzierung
Eine zentrale Herausforderung wird in Zukunft die Finanzierung der Anstaltsgemeinde sein. Die Basiszuweisungen aus der Kirchensteuer werden zumindest eine Basis zur Finanzierung der Arbeit und Nutzung der Gebäude zur Verfügung stellen, was den Verein entlastet. Es bleibt darüber hinaus eine finanzielle Last, die der Verein in Zukunft nicht mehr in dem Maße wird tragen können. Man wird daher das Leben der Anstaltsgemeinde kostenbewusst gestal¬ten, Beiträge zu Veranstaltungen und Mitgliedsbeiträge im Freundeskreis erheben, die auch der Anstaltsgemeinde zugute kommen. Darüber hinaus braucht es ein planvolles Fundraising für die Erhaltung der Kirche und die Fortführung der anderen Aktivitäten der Gemeinde. Es lässt sich dabei sicher auch an die alten Traditionen des Hauses anknüpfen, in der einzelne Wohltäter/innen, z.B. Rose Livingston, wesentliche Beiträge zur Entwicklung und Erhaltung beigetragen haben. Ein offensiveres Umgehen mit dem Thema Finanzen kann bei den vielfältigen vorhanden Kontakten des Hauses vermutlich schon einiges bewirken.

4.2.2 Mitgliedschaft
Durch die Gemeindeordnung wird nun die Mitgliedschaft eindeutig geregelt. Dadurch wird der formale Vollzug von Umgemeindungen möglich. Es gibt einige Interessierte, die regelmäßig die Gottesdienste der Diakonissen besuchen und dies auch durch Zugehörigkeit zum Ausdruck bringen wollen. Dies wollen wir in Zukunft ermöglichen.

4.3. Kooperationen
Die Weiterentwicklung und Profilierung des Diakonissenhauses zu einem geistlichen Zentrum wird nicht ohne Kooperationspartner vonstatten gehen. Einige Verknüpfungen bestehen schon, Veranstaltungen können in Kooperation durchgeführt werden, z.B. mit dem Haus der Stille oder der AG Musik und Gottesdienst. Mit Anderen soll die Zusammenarbeit verstärkt werden, z.B. mit der Stadtkirchenarbeit, den Nachbargemeinden, dem Evangelischen Regionalverband Frankfurt, dem Zentrum Verkündigung der EKHN und der Universität.
Auch die Fortentwicklung der Kooperation mit dem Evangelischen Verein für Innere Mission soll zukünftig angegangen werden.

4.4 Öffentlichkeitsarbeit
Eine Öffnung des geistlichen Angebots und das notwendige Fundraising setzen erhebliche Aktivitäten bei der Öffentlichkeitsarbeit voraus, die konsequent und nachhaltig eingesetzt werden müssen. Einige sehr gute Mittel sind dafür schon vorhanden und können genutzt werden:
-    Das Mutterhausblatt mit einer Auflage von 6600 Exemplaren.
-    Die Homepage, die vor allem alle aktuellen Termine zugänglich macht.
-    Flyer und Mailings (eine große Anzahl an Adressen ist vorhanden, die weiter gepflegt werden müssen und von der Anstaltsgemeinde genutzt werden können).
-    Regelmäßige Pressearbeit.

Die Diakonissenkirche ist ein besonderer geistlicher Ort in der Stadt Frankfurt, der ein tägliches gottesdienstliches Angebot in lutherischer Tradition macht, das in Frankfurt einmalig ist. Es wird die Aufgabe der Zukunft sein, dieses zu erhalten und für die Menschen sichtbar und erlebbar zu machen.

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unserer Organisation weitergeleitet. Wir versichern, dass wir Ihre personenbezogenen Daten darüber
hinaus nicht an Dritte weitergeben, es sei denn, dass wir dazu gesetzlich verpflichtet wären oder Sie
uns vorher Ihre Zustimmung gegeben haben.
Soweit wir zur Durchführung und Abwicklung von Verarbeitungsprozessen Dienstleister in Anspruch
nehmen, werden die Vertragsverhältnisse nach den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes
geregelt.


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Wenn Sie uns personenbezogene Daten überlassen haben, können Sie diese jederzeit wieder löschen
lassen. Daten für Abrechnungs- und buchhalterische Zwecke sind von einer Kündigung/einem
Widerruf bzw. von einer Löschung nicht berührt.
Personenbezogene Daten, die uns über unsere Website mitgeteilt worden sind, werden nur so lange
gespeichert, bis der Zweck erfüllt ist, zu dem sie uns anvertraut wurden. Soweit handels- und
steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen zu beachten sind, kann die Speicherdauer zu bestimmten
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Sollten Sie mit der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten nicht mehr einverstanden oder
diese unrichtig geworden sein, werden wir auf eine entsprechende Weisung hin die Löschung oder
Sperrung Ihrer Daten veranlassen oder die notwendigen Korrekturen vornehmen (soweit dies nach
dem geltendem Recht möglich ist). Auf Wunsch erhalten Sie unentgeltlich Auskunft über alle
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Ihren Widerruf oder Fragen zum Thema Datenschutz in unserem Unternehmen sowie mögliche
Auskunftsersuchen richten Sie bitte per Email oder Post an uns (siehe Impressum).

Aktualisierung dieser Datenschutzerklärung
Soweit wir neue Produkte oder Dienstleistungen einführen, Internet-Verfahren ändern oder wenn
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aktualisiert. Wir behalten uns deshalb das Recht vor, die Erklärung nach Bedarf zu ändern oder zu
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